{"id":7066,"date":"2025-09-03T09:02:58","date_gmt":"2025-09-03T09:02:58","guid":{"rendered":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/?p=7066"},"modified":"2025-09-03T09:08:47","modified_gmt":"2025-09-03T09:08:47","slug":"lhistoire-le-present-et-lavenir-des-relations-franco-allemandes-une-alliance-a-reinventer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/publications\/lhistoire-le-present-et-lavenir-des-relations-franco-allemandes-une-alliance-a-reinventer\/","title":{"rendered":"Gastbeitrag | Konstruktion der deutsch-franz\u00f6sischen Vers\u00f6hnungs- und Kooperationskultur inzwischen Mythos, Realit\u00e4t und Zukunftsvision"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine Geschichte gro\u00dfer Gesten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte der deutsch-franz\u00f6sischen Beziehungen ist gepr\u00e4gt von Blut, Hass und Kriegen. Vom Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg 1870\/71 \u00fcber den Ersten Weltkrieg bis hin zur Katastrophe von 1939 bis 1945 standen sich die beiden Nationen in einer heredit\u00e4ren Feindschaft gegen\u00fcber. Millionen Tote, zerst\u00f6rte L\u00e4nder, tiefes Misstrauen: Kaum zwei europ\u00e4ische Staaten haben eine derart konfliktreiche Beziehungsgeschichte. Und dennoch: Nur wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg begannen Frankreich und die Bundesrepublik Deutschland einen Prozess der Ann\u00e4herung, der in der Weltgeschichte seinesgleichen sucht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Robert Schuman, der 1950 den Grundstein f\u00fcr die Europ\u00e4ische Gemeinschaft f\u00fcr Kohle und Stahl (EGKS) legte \u2013 ein radikaler Vorschlag: die wirtschaftlich und sicherheitspolitisch bedeutendsten Ressourcen beider Staaten gemeinsam zu verwalten. So sollte ein neuer Krieg zwischen Frankreich und Deutschland \"nicht nur undenkbar, sondern materiell unm\u00f6glich\" gemacht werden. Dieser Plan war keine romantische Vision, sondern eine rationale Entscheidung aus der Notwendigkeit heraus. Der Kalte Krieg zeichnete sich bereits ab, und die USA dr\u00e4ngten auf europ\u00e4ische Einigung als Bollwerk gegen den Kommunismus.<\/p>\n\n\n\n<p>1954 scheiterte die Europ\u00e4ische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) zwar am franz\u00f6sischen Parlament, doch die Richtung war klar: Aus ehemaligen Feinden sollten Partner werden. Mit den R\u00f6mischen Vertr\u00e4gen 1957 und schlie\u00dflich dem \u00c9lys\u00e9e-Vertrag von 1963 wurde die deutsch-franz\u00f6sische Zusammenarbeit zur Grundlage der Europ\u00e4ischen Einigung. Charles de Gaulle und Konrad Adenauer, Symbolfiguren der Vers\u00f6hnung, inszenierten eine neue \u00c4ra, die auf Kooperation statt Konfrontation beruhte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser n\u00fcchterne Blick auf ihre Entstehungsgeschichte legt einen unbequemen Verdacht nahe: Die deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft war keine Liebesheirat, sondern eine arrangierte Ehe \u2013 geboren aus den Ruinen zweier Weltkriege, aus der Notwendigkeit des Friedens und dem Zwang, Europas Zukunft zu sichern. Was 1945 als \u201eNie wieder Krieg!\u201c begann, wurde in den 1950er Jahren zur pragmatischen Kooperation. Aus der Realpolitik der Vers\u00f6hnung folgte die Notwendigkeit funktionaler Integration. Mit dem Schuman-Plan f\u00fcr die Montanunion und dem Versuch, eine gemeinsame europ\u00e4ische Verteidigung aufzubauen, war die Marschrichtung klar: Frieden durch Integration. Die Freundschaft war das Mittel, nicht das Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch dadurch war die deutsch-franz\u00f6sische \"Freundschaft\" von Beginn an ambivalent. Der \u00c9lys\u00e9e-Vertrag wurde in Frankreich als Schritt zur Souver\u00e4nit\u00e4t gefeiert, in Deutschland aber durch eine begleitende Bundestagsentschlie\u00dfung explizit im Rahmen der transatlantischen Partnerschaft interpretiert. So entstand ein Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen europ\u00e4ischer Integration und nationaler Strategie, das bis heute anh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn Rituale zur Inszenierung werden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Praxis entwickelte sich ein dichtes Netz bilateraler Beziehungen: Gemeinsame Ministerrats-Sitzungen, intergouvernementale Kommissionen, Austauschprogramme wie \"Voltaire\" oder \"Erasmus+\", das Deutsch-Franz\u00f6sische Jugendwerk (DFJW), die Deutsch-Franz\u00f6sische Hochschule, Medienkooperationen wie ARTE, sowie zahllose St\u00e4dtepartnerschaften. Ihre Wirksamkeit l\u00e4sst sich empirisch per Teilnehmendenstatistiken (z. B. 180.000 DFJW-Stipendiaten seit 1963) messen, doch die tiefergehende soziale Koh\u00e4sion bleibt schwer quantifizierbar. Die symbolische Verdichtung gipfelte oft in gro\u00dfen Gesten: etwa als Helmut Kohl und Fran\u00e7ois Mitterrand 1984 h\u00e4ndchenhaltend in Verdun der Gefallenen gedachten oder 2019 Emmanuel Macron und Angela Merkel den Aachener Vertrag unterschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist vieles davon Ritual geworden. Sch\u00fcleraustauschprogramme, gemeinsame Kabinettssitzungen, St\u00e4dtepartnerschaften \u2013 alles sinnvolle Instrumente, doch allzu oft wirken sie wie top-down verordnete Inszenierungen. Es fehlt nicht an Gesten, aber an Glaubw\u00fcrdigkeit. Nicht an Struktur, sondern an Seele. Die Beziehung zwischen Berlin und Paris ist durchdrungen von Symbolik, aber mitunter erschreckend leer, wenn es um konkrete Zusammenarbeit geht. Vor allem in der jungen Generation verliert die deutsch-franz\u00f6sische Achse an Relevanz. Die Sprachkompetenz in der jeweiligen Nachbarsprache geht zur\u00fcck. Nur etwa 15 % der deutschen Sch\u00fcler lernen heute noch Franz\u00f6sisch. In Frankreich ist Deutsch eine Randerscheinung geworden. Der gegenseitige Handel stagniert, der kulturelle Austausch bleibt oberfl\u00e4chlich.<\/p>\n\n\n\n<p>La connaissance de l\u2019autre s\u2019effrite : politique, soci\u00e9t\u00e9, histoire \u2013 tout cela devient flou.&nbsp;Et les tensions fondamentales n\u2019ont pas disparu, elles ont simplement chang\u00e9 de forme.&nbsp;En mati\u00e8re \u00e9conomique, l\u2019aust\u00e9rit\u00e9 allemande s\u2019oppose \u00e0 la volont\u00e9 d\u2019investissement fran\u00e7aise. Sur l\u2019\u00e9nergie, on se divise autour du nucl\u00e9aire et des objectifs climatiques. Tandis que l\u2019Allemagne se voit comme une puissance r\u00e9gulatrice au c\u0153ur de l\u2019UE, la France revendique une autonomie strat\u00e9gique \u2013 notamment face \u00e0 la Chine, aux \u00c9tats-Unis, ou dans le domaine de la d\u00e9fense. Le grand projet d\u2019une d\u00e9fense europ\u00e9enne commune reste paralys\u00e9 par des \u00e9go\u00efsmes nationaux : l\u2019Allemagne h\u00e9site, la France pousse.<\/p>\n\n\n\n<p>Das eigentliche Problem ist jedoch tieferliegend: Die deutsch-franz\u00f6sische Beziehung wird nach wie vor zu stark von politischen Eliten verwaltet \u2013 und zu wenig von den Gesellschaften gelebt. Es ist bequem, die Freundschaft in Vertr\u00e4gen zu verankern. Doch Institutionen ersetzen keine Emotionen. Genau die braucht es aber, wenn eine Partnerschaft auch noch nach Generationen von Dauer sein soll.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kein Europa ohne deutsch-franz\u00f6sischen Schulterschluss<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Wahrheit ist der Zusammenhalt Europas nach innen heute genauso gef\u00e4hrdet wie seine Position nach au\u00dfen. Der Krieg in der Ukraine hat die geopolitischen Karten neu gemischt. Osteuropa verlangt zu Recht mehr Mitsprache. Die USA richten ihren Blick zunehmend auf den Pazifik. In dieser Lage kann es sich Europa nicht leisten, dass die deutsch-franz\u00f6sische Achse ins Wanken ger\u00e4t. Im Gegenteil: Sie muss st\u00e4rker, radikaler, vision\u00e4rer werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn auch das ist Realit\u00e4t: Ohne ein geeintes Zentrum wird die EU auseinanderdriften. Daf\u00fcr wird eine engere Abstimmung mit den osteurop\u00e4ischen Staaten Europas unerl\u00e4sslich sein, die in vielen Politikbereichen fundamental andere Ansichten verfolgen und anderen geopolitischen Zw\u00e4ngen ausgesetzt sind. Doch bevor man diese Herausforderung ernsthaft er\u00f6rtern kann, muss man konstatieren: Der Zusammenhalt \u00fcber den Rhein hinweg ist Voraussetzung f\u00fcr jede ernsthafte Partnerschaft mit dem Osten Europas. Wer \u00fcber EU-Erweiterung spricht, darf \u00fcber EU-Vertiefung nicht schweigen. Und die beginnt bei denen, die Europa einst erfunden haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Differenzen sind nicht nur technische Probleme, sondern Ausdruck tieferliegender, historisch gewachsener kultureller und politischer Identit\u00e4ten. Frankreich versteht sich als strategische Nation mit globalem Anspruch, Deutschland als pragmatische Macht in einem regelbasierten Ordnungsrahmen. Diese unterschiedlichen Selbstbilder kollidieren immer wieder, etwa beim Thema Atomwaffen, R\u00fcstungsexporte oder europ\u00e4ische Industriepolitik.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein allgemeiner Hinweis auf die Notwendigkeit einer vollendeter Kapitalmarktunion, besserer Wirtschaftskooperation und engerer politischer Abstimmung er\u00fcbrigt sich. Wenn der deutsche Bundeskanzler es ernst meint mit Europa, dann braucht es mehr als diplomatische Floskeln. Eine mutige Agenda, welche die deutsch-franz\u00f6sische Beziehung weiterentwickelt statt verwaltet, k\u00f6nnte konkret folgende Vorst\u00f6\u00dfe umfassen:<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Sechs Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eine echte Wiederbelebung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Franz\u00f6sisch als Pflichtsprache in der ersten Sekundarstufe<\/strong><br>Verst\u00e4ndigung entsteht echte N\u00e4he. Man kann sie zwar nicht forcieren, aber beg\u00fcnstigen. Franz\u00f6sisch muss wieder fest in den deutschen Lehrpl\u00e4nen verankert werden \u2013 verpflichtend und gef\u00f6rdert. Und umgekehrt sollte Deutsch auch in Frankreich wieder st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Akzeptanz diplomatischer Polyvalenz<\/strong><br>Die au\u00dfenpolitischen Divergenzen innerhalb der EU und insbesondere zwischen Frankreich sowie Deutschland sind vielfach als Schw\u00e4che ausgelegt worden. Dabei ist das vielfach herbeigesehnte \u201eSprechen mit einer Stimme\u201c in Kommuniqu\u00e9s ein rein deklarativer Akt. Stattdessen k\u00f6nnte man die M\u00f6glichkeit verschiedene Positionen einzunehmen, unterschiedliche diplomatische Kan\u00e4le zu nutzen und meinungsvielf\u00e4ltig zu argumentieren sogar als St\u00e4rke auslegen. Zumindest solange sie einem gemeinsamen Ziel untergeordnet ist, kann eine solche komplement\u00e4re Au\u00dfenpolitik die Beziehung st\u00e4rken \u2013 und Signalwirkung entfalten f\u00fcr die ganze EU.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Neuer Anlauf f\u00fcr eine gemeinsame R\u00fcstungsindustrie<\/strong><br>W\u00e4hrend bilaterale R\u00fcstungsprojekte historisch notwendig waren, um Kriegspotenziale abzubauen und \u2013 in sp\u00e4terer Zeit \u2013 um der Konkurrenz nationaler Projekte vorzubeugen, sind sie heutzutage nicht mehr zukunftsf\u00e4hig. Partikularinteressen, Lobbyismus verschiedener beteiligter Unternehmen und Logistikprobleme aufgrund der politisch gewollten Einbindung anderer Staaten blockieren eine effiziente Industrie. Europa braucht eine einheitliche Armee mit gemeinsamen Standards, Ausbildung, Markt und Strategie. Deutschland und Frankreich m\u00fcssen sie anf\u00fchren. Dabei k\u00f6nnen sie sich auf die Erfahrungen aus der Deutsch-Franz\u00f6sische Brigade st\u00fctzen. Industriepolitisch bedeutet das: standardisierte Zulassungsnormen (STANAG-\u00e4hnliche EU-Standards), ein gemeinsames Programmmanagement f\u00fcr Gro\u00dfprojekte und eine europaweit genutzte Plattform f\u00fcr Interoperabilit\u00e4t, die sowohl bemannte als auch unbemannte Systeme zusammenf\u00fchrt.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Realismus in der Nukleardoktrin<\/strong><br>Die vorgeschlagene Ausweitung des franz\u00f6sischen Atomwaffenschirms ist nur eine (vor allem finanziell motivierte) Scheinl\u00f6sung f\u00fcr das nukleare Deterrence-Problem. Die aktuellen Kapazit\u00e4ten reichen nicht f\u00fcr realistische Abschreckung aus. Vorzugsweise w\u00e4re ein neuer europ\u00e4ischer Abwehrschirm, der sich mit bew\u00e4ltigbaren Kosten aus den Restbest\u00e4ndern der verbliebenen europ\u00e4ischen Atomm\u00e4chte und Neuentwicklungen bilden. Praktisch w\u00fcrde das bedeuten, nationale Tr\u00e4gersysteme bleiben formal in den H\u00e4nden der jeweiligen Staaten, Entscheidungen \u00fcber Einsatzschwellen, Lagerungssicherheit und Krisenprozeduren unterl\u00e4gen hingegen einem multilateralen Gremium mit parlamentarischer Aufsicht auf Basis eines Abkommens \u00fcber Lastenteilung, geteilte Sicherungs- und Fr\u00fchwarninfrastrukturen sowie gemeinsame technische Modernisierungen. Dezentral stationiert und europ\u00e4isch verwaltet w\u00fcrde dies zudem die Zweitschlagf\u00e4higkeit st\u00e4rken, wobei hierf\u00fcr eine tieferliegende Einigung \u00fcber Verteidigungskompetenzen vorangehen m\u00fcsste.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Europ\u00e4ischer Forschungsfonds<\/strong><br>Auf der Grundlage der Ans\u00e4tze zur digitalen Gestaltung braucht es einen gezielten, operativen Forschungsfonds, der tieftechnologische Entwicklungslinien mit industrieller Umsetzung verbindet. Der Fonds arbeitet mit regionalen Kompetenzzentren zusammen \u2014 Forschungscampusse in technologisch starken Regionen koppeln Universit\u00e4tsforschung, staatliche F\u00f6rderung und Risikokapital. F\u00f6rderkriterien zielen auf kritische Technologien wie k\u00fcnstliche Intelligenz, Quantenkommunikation, sichere Cloud-Infrastrukturen und gr\u00fcne Energiespeicher; Intellectual-Property-Mechanismen werden so gestaltet, dass europ\u00e4ische Unternehmen von Public-Funded Forschung nachhaltig profitieren k\u00f6nnen. Offene Standards, verbindliche Interoperabilit\u00e4t und eine starke Kopplung an Ausgr\u00fcndungen stellen sicher, dass Forschung in Produkte und Arbeitspl\u00e4tze \u00fcberf\u00fchrt wird.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Abbau von nicht-tarif\u00e4ren Handelshemmnissen<\/strong><br>Le march\u00e9 int\u00e9rieur europ\u00e9en souffre encore d\u2019obstacles pratiques qui pourraient \u00eatre lev\u00e9s par des solutions techniques et administratives claires. Il faut cr\u00e9er des \u00ab&nbsp;One-Stop-Shops&nbsp;\u00bb (guichets uniques num\u00e9riques) pour la cr\u00e9ation d\u2019entreprises transfrontali\u00e8res, des proc\u00e9dures automatiques de reconnaissance des qualifications professionnelles via des plateformes d\u2019identit\u00e9 interop\u00e9rables, ainsi que des r\u00e8gles harmonis\u00e9es de passation de march\u00e9s pour les infrastructures critiques. Les outils de soutien public \u2013 banques de d\u00e9veloppement, agences d\u2019innovation \u2013 devraient regrouper leurs programmes pour des projets transfrontaliers et faciliter l\u2019acc\u00e8s au capital \u00e0 travers des lignes de cr\u00e9dit communes. Du c\u00f4t\u00e9 administratif, un syst\u00e8me bilat\u00e9ral d\u2019ombudsman pour les litiges commerciaux permettrait de trancher rapidement. Ces r\u00e9formes op\u00e9rationnelles stimuleraient l\u2019investissement, r\u00e9duiraient les d\u00e9lais de mise sur le march\u00e9 et instaureraient la confiance, notamment parmi les PME et les start-ups. Mieux encore\u202f: test\u00e9es dans le cadre bilat\u00e9ral, elles pourraient devenir le moteur de r\u00e9formes europ\u00e9ennes plus larges.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>Wenn die EU immer weiter der Versuchung erliegt, ihre Legitimation aus der Vergangenheit zu beziehen, statt einen Anspruch auf Mitgestaltung der Zukunft zu formulieren, l\u00e4uft sie tats\u00e4chlich Gefahr zu sterben. Soll dieses Europa Bestand haben, dann reicht es nicht, dass sich Kanzler und Pr\u00e4sident gut verstehen. Dann reicht es nicht, dass Kinder F\u00e4hnchen schwenken und B\u00fcrgermeister Partnerschaften pflegen. Dann muss aus der Partnerschaft von Staaten endlich eine Freundschaft der V\u00f6lker werden \u2013 durch Sprache, Austausch, geteilte Verantwortung und gemeinsame Visionen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutsch-franz\u00f6sische Freundschaft ist keine historische Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Sie ist eine k\u00fcnstliche, historisch anomale Erfindung \u2013 und als solche muss sie gepflegt, verbessert und manchmal auch neugedacht werden. Nicht als Ritual, sondern als politische Tat. Nicht als Pflicht\u00fcbung, sondern als leidenschaftliches Bekenntnis zu einem Europa, das mehr ist als ein Markt. Das sich nicht nur auf die Vergangenheit st\u00fctzt. Ein Europa, das auch noch Zukunft sein will.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_msocom_1\"><\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Une histoire de grands gestes L\u2019histoire des relations franco-allemandes est marqu\u00e9e par le sang, la haine et la guerre. De la guerre franco-prussienne de 1870-71 \u00e0 la Premi\u00e8re Guerre mondiale, jusqu\u2019\u00e0 la catastrophe de 1939 \u00e0 1945, les deux nations se sont affront\u00e9es dans une hostilit\u00e9 que l\u2019on a longtemps consid\u00e9r\u00e9e comme h\u00e9r\u00e9ditaire. Des millions [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":21,"featured_media":7067,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[63,16],"tags":[],"class_list":["post-7066","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-denkaktu","category-publications"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7066","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/21"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7066"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7066\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7071,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7066\/revisions\/7071"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7067"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7066"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7066"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ladenkfabrik.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7066"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}